H2O Turmpark e.V.
Alt-Salbke 110, Magdeburg

Demnächst im Turmpark

"ABBA hallo!“ unplugged meets electronic“

Am 20.10.2019 17:00 bis 19:45 Uhr im Turmpark Alt-Salbke

ABBA hallo! TrioLogic bringt erstmals auf eine einzigartige Weise den puren Klang akustischer Instrumente mit dem Synthetischen auf einen Nenner.
Kennen Sie die Momente, ein Song erklingt und man wünscht sich entweder, dass einfach mal alle für 3 Minuten still sind, damit man ungestört zuhören und träumen kann - oder man hat beim ersten Ton den unaufhaltsamen Drang voll aufzudrehen, lautstark mitzusingen oder zu tanzen? "ABBA hallo! unplugged meets electronic" lässt Sie einen ganzen Abend lang träumen und "tanzen" zugleich.
Genießen Sie im ersten Konzertteil, den reinen, "klassischen" Klavier-, Violoncello- und Saxophon Klang bei Titel wie Tina Turners SIMPLY THE BEST oder SOUND OF SILENCE und staunen Sie nach der Pause über die elektronischen Möglichkeiten der Klangbearbeitung in Form von jazz flute-beatboxing, E-Cello und Keyboard mit und ohne Einspielungen.

Katrin Banhierl, Violoncello
Dirko Juchem, Saxophon & Querflöte
Michael Gundlach, Klavier & Akkordeon

V I V I E A N N - W H E N T H E H A R B O U R B E C O M E S T H E S E A

Am 22.11.2019 20:00 bis 23:00 Uhr im Turmpark Alt-Salbke


Ein Leben, das allzu geradlinig verläuft, taugt nicht für gute Geschichten. Darum dürfen wir uns
wohl glücklich schätzen, dass bei Vivie Ann eigentlich immer alles drunter und drüber geht. „When
The Harbour Becomes The Sea“ heißt die Essenz, die sie aus dem Chaos ihres Lebens destilliert hat.
Es geht darin genau um diese turbulenten Momente – wenn der sichere Hafen zur stürmischen See
wird, der feste Boden unter den Füßen zu tobenden Wellen und endloser Tiefe.
Von solchen Momenten hat Vivie Ann mit ihren 27 Jahren schon viel zu viele erlebt. Die Tochter
zweier Musiker kennt das bewegte Künstlerleben von klein auf. Als Kind schlief sie Backstage im
Keyboard-Case ihres Vaters, während die Eltern auf der Bühne standen. Schnell galt auch sie als
Ausnahmetalent und im Musikzirkus standen ihr alle Türen offen. Doch es kam anders. Nach dem
Abitur wurde Vivie immer wieder von sogenannten transitorisch ischämischen Attacken
heimgesucht. Dabei handelt es sich um Durchblutungsstörungen im Gehirn, die mit migräneartigen
Kopfschmerzen beginnen und unbehandelt innerhalb kurzer Zeit zum Schlaganfall führen.
Inzwischen scheint die Krankheit überwunden, doch es ist Vivie sehr wohl bewusst, dass sie in
dieser Zeit dem Tod mehrmals nur mit Glück entronnen ist.
Wie so oft schärfte die Konfrontation mit der eigenen Endlichkeit den Fokus auf das Wesentliche.
Vivie Ann entschied, von nun an nur noch das zu machen, wofür sie wirklich brennt. Keine
Kompromisse mehr, um sich dem Musikmarkt anzupassen. Sondern nur noch ihre eigene Vision
von kunstfertiger Popmusik, persönlichen und ehrlichen englischen Texten und detailverliebten
Arrangements. Dass dieser Weg zwar aufrichtiger, aber auch steiniger ist, musste die Wahl￾Hamburgerin bald lernen. Doch sie ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, gründete ihr eigenes
Label, sammelte Geld via Crowdfunding und scharte eine ganze Riege an Mitstreitern, Musikern
und Produzenten um sich. Auch ihr zweites Album erscheint so als Werk einer unabhängigen
Selfmade-Künstlerin, die vom Songwriting über die Produktion bis hin zum Coverdesign alle Fäden
selbst in der Hand hält.
Das Ergebnis klingt erstaunlich reif und erwachsen, aber dennoch auch wild und ungeschliffen. Der
Opener „Cold Water“ verdeutlicht das besonders gut. In der Strophe singt Vivie offenherzig über
das Chaos ihres Lebens, bevor der Refrain mit unerwarteter Euphorie hervorbricht. „I´d do it all
again, I´d do it all again.“ Das genau ist der Twist, durch den Vivie am Ende alles ins Positive
wendet: Laut „Ja“ sagen zu all dem Chaos, dem Ungeplanten, Ungewollten, das vielleicht auf den
ersten Blick wie eine Katastrophe wirkt. Ins kalte Wasser springen und schwimmen lernen.
Genau mit dieser kompromisslosen Attitüde will Vivie Ann das Publikum auch Live einmal mehr in
ihren Bann ziehen. Bei der Tour zum neuen Album präsentiert sie feinste Popmusik nach ihrer
eigenen Art: Wild, stürmisch, emotional, zerbrechlich, mit viel Liebe gemacht und immer gnadenlos ehrlich

Infos zu den regelmäßig im Turmpark stattfindenden Jazz-Konzerten finden Sie auch auf jazzamturm.de.